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Einseitige Beziehung – Trump beklagt hohe NATO-Ausgaben und kündigt Prüfung an

Trump hat die Beziehungen zwischen Washington und den übrigen NATO-Ländern erneut kritisiert. Er beklagte erneut eine seiner Meinung nach überdurchsnittliche finanzielle Belastung der USA. Trump kündigte eine grundsätzliche Prüfung des Verhältnisses der USA zur NATO an.
Einseitige Beziehung – Trump beklagt hohe NATO-Ausgaben und kündigt Prüfung an© Soziale Medien

US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an der NATO erneuert. Bei einer Visite auf dem Militärstützpunkt Joint Base Andrews im US-Bundesstaat Maryland erklärte er, der Nordatlantikpakt habe die USA im Krieg gegen Iran im Stich gelassen. Er wies die angeblichen Bemühungen der anderen NATO-Mitgliedsstaaten zurück, nun Unterstützung für die Vereinigten Staaten zu zeigen, da "keine wirkliche Bedrohung mehr besteht."

Vor anwesenden Journalisten kritisierte Trump die Beziehung der USA zum Rest der NATO als, wie er es darstellte, finanziell sehr einseitig:

"Ich bin sehr enttäuscht von der NATO. Sie waren nicht für uns da. Wir zahlen Billionen von Dollar für die NATO – und sie haben uns nicht geholfen. Jetzt wollen sie plötzlich Unterstützung leisten, aber es gibt keine wirkliche Bedrohung mehr.

Wir haben Billionen von Dollar für die NATO ausgegeben … um sie, naja, in Wirklichkeit vor Russland zu schützen. Wenn man es genau betrachtet, schützen wir sie vor Russland. Ich fand das schon lange doch ein wenig absurd."

Der US-Staatschef verkündete daher, diese Angelegenheit werde nun "sehr gründlich geprüft".

Trumps Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch der vergangenen Woche sei dem US-Blatt Politico zufolge katastrophal verlaufen. So habe der US-Präsident die europäischen NATO-Mitglieder mit einer "Tirade von Beleidigungen" überhäuft und "so ziemlich alles" angedroht.

Grundsätzlich zeigt sich der US-Präsident schon über viele Jahre hinweg als konsequenter Kritiker des Nordatlantik-Bündnisses – das Parlament der Vereinigten Staaten verabschiedete eigens seinetwegen sogar ein Gesetz, das es dem US-Präsidenten verbietet, per Dekret und ohne Kongress-Beteiligung einen Austritt des Landes aus der NATO in Gang zu setzen. Und das, wohlgemerkt, noch während der Amtszeit seines Vorgängers Biden. Nachdem die anderen Bündnismitglieder Washington militärische Hilfe für Trumps Krieg gegen Iran verweigert hatten, griff er das Thema eines möglichen Austrittes erneut auf.

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